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Donnerstag, 25. November 2010

C.D. Heyman - "Eine Frau namens Jackie"

Hach ja, man merkt, dass diese Jackie-O.-Biographie von einem Mann geschrieben wurde. Die Dinge, die mich wirklich interessiert haben, standen nicht drin (wie ging sie als Frau mit den Affairen ihres Mannes um? Was war ihre Rolle im Wahlkampf/Wie sah sie sich selbst? Wie wichtig war sie als Stilvorbild und Modeikone?), dafür wird umfangreich beschrieben, in welchem Wandschrank es JFK wie oft mit welcher anderen Frau tat und wie gewitzt das FBI ihn dabei observierte.

Naja.

Schade.

Montag, 15. November 2010

Nagel - "Was kostet die Welt"


"Was kostet die Welt" ist, nach "Wo die wilden Maden graben", der zweite Roman von Ex-Muff-Potter-Sänger Nagel. Nachdem es in "Wo die wilden Maden graben" in erster Linie um ein Tourtagebuch eingebettet in Geschichten aus dem Leben in der Rückschau ging, findet sich die Hauptperson aus "Was kostet die Welt" in der Lage, geerbt zu haben und nun das Geld möglichst spaßbringend/erfahrungenbringend auszugeben, anstatt es, wie die Vernunft es gebieten würde, anzulegen oder für zukünftige Mieten/Anschaffungen/irgendwas zu sparen. Hier findet sich bereits ein zentrales Thema des Buches: Vernunft vs. das, was man selbst Leben nennen möchte.

Nachdem Meise, so der Name des Protagonisten, nun von der Erbschaft durch die Welt gereist ist und sich danach in seinem alltäglichen Leben nicht auf Anhieb wieder zurechtfinden mag, bleibt es, das übriggebliebene Geld in eine weitere Reise zu investieren. Meise entscheidet sich, jemanden zu besuchen, den er während seiner Reise in New York kennengelernt hat: Im Moseltal. Hier trifft die Welt von Meise (Großstadt, Kneipenjob, keine - feste - Beziehung, Anonymität in der Gesellschaft, keine - ausgeprägten - Familienbande, die Möglichkeit ein Leben unabhängig von anderen und von festen Bindungen so zu leben, wie es der persönliche Entwurf - ob vorhanden oder nicht - vorsieht) auf die Welt im Moseltal (Dorfleben, Familienbetriebe, Verlobungen mit dem ersten Partner in jungen Jahren, jeder kennt jeden, "Dinge gehören sich" - oder eben nicht). Vollkommen unterschiedliche Entwürfe von Leben, Glück und Familie treffen aufeinander und bieten eine Projektionsfläche für Fragen - seltener: Antworten -, welche sich zwangsläufig stellen, wenn es dazu kommt, den eigenen Entwurf mit denen der anderen zu vergleichen. Der Ausgang scheint - ob positiv oder negativ, ob "un-/glücklich leben" oder "un-/glücklich scheitern" jedoch in keinerlei äußerem Umstand verankert.

Ein Buch, welches zum Nachdenken und Mitfühlen anregen kann, oder sich, wenn man keinen Bock auf selbst-involviert-sein hat, einfach nur als unterhaltsame, amüsante und extrem gut geschriebene Geschichte weglesen lässt.

Donnerstag, 11. November 2010

Yann Martel - "Schiffbruch mit Tiger"


Ich hab das Buch zum Geburtstag bekommen und war ganz verzaubert, weil die Aufmachung so hübsch ist. Leider hat mich der Schreibstil nicht so richtig gefesselt und ich bin irgendwo bei 1/4 ca. auf der Strecke und an einem anderen Buch hängengeblieben - jedoch habe ich fest vor, "Schiffbruch mit Tiger" eines Tages zu Ende zu lesen, deshalb kommt es auf meinem SUB wieder ans Ende...

Montag, 1. November 2010

Project: books.

Bücher stehen bei mir immer ewig lang ungelesen im Regal. Häufig kaufe ich sogar schon neue, weil ich nicht mehr weiß, dass da noch so viele tolle ungelesene Bücher im Regal stehen. ;o) Das ist bescheuert und das Regal wird immer voller. Deswegen: Project: books.

Leseliste:
1. Cornelia Funke - "Tintenherz"
2. Stieg Larson - "Verblendung"
3. Mary Higgins Clark - "Wintersturm"
4. Jack Kerouac - "Unterwegs"
5. Louise Penny - "Und die Furcht gebiert den Zorn"
6. Arabella Weir - "Ist mein Hintern wirklich so dick?"
7. Patricia Wood - "Lottery"
8. Sebastian Fitzek - "Die Therapie"
9. Haruki Murakami - "Kafka am Strand"
10. John Connolly - "In tiefer Finsternis"
11. Khaled Hosseini - "Drachenläufer"
12. Linwood Barclay - "Ohne eine Wort"
13. Carlos Ruiz Zafon - "Der Schatten des Windes"
14. Jostein Gaarder - "Das Orangenmädchen"
15. Joanne Harris - "Chocolat"
16. Nicole C. Vosseler - "Der Himmel über Darjeeling"
17. Candace Bushnell - "Lipstick Jungle"
18. Dan Brown - "The Da Vinci Code"
19. Aline Templeton - "Wenn es ans Sterben geht"

gelesen im Juni 2010:
1. Andrew Pyper - "Die Stunde des Sandmanns"
2. Neil Gaiman - "Coraline"
3. Audrey Niffenegger - "Die Zwillinge von Highgate"
4. Willy Russell - "Der Fliegenfänger"

gelesen im Juli 2010:
1. Wir sind Helden - "Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen"
2. Simone van der Vlugt - "Klassentreffen"

gelesen im August 2010:
1. Philippe Besson - "Nachsaison"
2. Yann Martel - "Schiffbruch mit Tiger"
3. Nagel - "Was kostet die Welt"

gelesen im September 2010
1. Stephenie Meyer - "Biss zum ersten Sonnenstrahl"

gelesen im Oktober 2010:
1. Alja Rachmanowa - "Milchfrau in Ottakring"
2. C. D. Heymann - "Eine Frau namens Jackie"
3. Jilliane Hoffmann - "Morpheus"

wird gerade gelesen im November 2010:
1. Susan Lewis - "Missing"
2. Muriel Barbery - "Die Eleganz des Igels"

Montag, 27. September 2010

Philippe Besson: "Nachsaison"


Eins von vielen reduzierten Mängelexemplaren aus der Kasseler Buchhandlung. ;-) Ich fand die Idee, die dahinter steht, toll: Es geht um das berühmte Gemälde "Nighthawkes" von Edward Hopper bzw., um die Personen auf dem Gemälde und die Geschichten dahinter. Grandiose Idee, etwas lahme Durchführung: Letztendlich zieht sich die Geschichte sehr zäh in die Länge, hat nicht genug Spannung, um wirklich interessant zu sein. Schade.

Dienstag, 21. September 2010

Simone van der Vlugt - "Klassentreffen"


Ich habe bereits "Schattenschwester" von dieser Autorin gelesen und für sehr toll befunden. "Klassentreffen" nun hat mich enttäuscht - ich fand die Story bereits von Anfang an absehbar, und bei einem Thriller ist es nun mal blöd, wenn man am Anfang schon das Ende erraten kann. Ich glaube - bin mir aber nicht sicher - dass ich dieses Buch aus dem Urlaub gar nicht mehr mit zurückgebracht, sondern 'zufällig' irgendwo liegengelassen habe...

Montag, 20. September 2010

Stephenie Meyer - "Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl"


"Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl" ist keine Fortsetzung der Geschichte um Bella und Edward, sondern eine Nacherzählung eines Teils der Geschichte aus einer anderen Sicht. Es vermittelt - leider - keine neuen Einblicke in die Story, keine Hintergründe, die wichtig zum Verständnis des "Großen Ganzen" wären, ist aber dennoch gewohnt spannend und packend geschrieben. Leider arg kurz - ich musste mich nicht anstrengen, um dieses Buch in nicht mal 3 Stunden durchzulesen. (Es hat recht dicke Seiten und die Schrift ist außerdem sehr groß....) Stephenie Meyer-Fans werden natürlich dennoch ihre Freude daran haben.

Donnerstag, 16. September 2010

Wir sind Helden - "Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen"

Ich mag die Platten von Wir Sind Helden nach wie vor sehr gern und hab daher dieses Buch mal mitgenommen, weil es in Kassel bei Heymann vom 2-Euro-Restexemplare-Tisch zu haben war. Uuuund - ich war enttäuscht. Das Buch umfasst das Tourtagebuch der Band, welches online über die Homepage zu lesen war, plus Kommentare aus "heutiger" Sicht dazu. Das ist schon ganz witzig und so, allerdings geht mir die Selbstdarstellung der Band ("wir sind so hippiemäßig liebevoll unterwegs, meditieren den ganzen Tag und haben uns schrecklich lieb") etwas auf die Nerven. ;-) Unterhaltsam, liest sich ganz gut weg, aber nichts für die Lieblingsbücherecke.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Willy Russell - "Der Fliegenfänger"


Willy Russells "Der Fliegenfänger" ist eine Außenseiterstory. Aber eine mit Tiefgang; und: Der Protagonist erzählt seine eigene Geschichte über Briefe an Morrissey. Ein unterhaltsames Buch, welches zwar kein "Ich muss dieses Buch an einem Tag zu Ende lesen damit ich weiß wie es endet"-Gefühl entfacht, jedoch fühlt man sich im Laufe des Buches sehr in die Charaktere ein, lernt die Geschichte von unterschiedlichen Seiten kennen (was fantastisch ist, da der Protagonist eigentlich stets nur aus seiner Sicht erzählt - man erfährt jedoch durch die Art der Erzählung auch, wie die anderen Charaktere auf die Situation blicken) und bindet sich irgendwann so sehr emotional ein, dass man traurig wird, als das Buch endet. Ein Buch, welches ich nicht nur Morrissey-Fans ans Herz legen möchte, sondern allen, die bereits sind, dem Wahnsinn des Erwachsenwerdens ins Auge zu blicken und erkennen können, wie es ist, wenn man sich missverstanden fühlt und stets durch Klischeebildung in Schubladen wiederfindet.

Sonntag, 6. Juni 2010

Neil Gaiman - "Coraline"


Ich liebe Neil Gaiman. Mit "Coraline" war ich etwas spät dran, wahrscheinlich hat es jeder auf der Welt vor mir gelesen. Ich hab es mal eben zwischendurch in zwei Stunden weggelesen, leider hat es nur knapp 175 Seiten und ist somit kein Lesegarant für tolle Sommernächte - eher für einen kurzweiligen Lesenachmittag mit Zitronentee auf dem Balkon.

"Coraline" ist eine Kindergeschichte, über Kinder, für Kinder, aber auch für Erwachsene sehr zauberhaft und unheimlich spannend. Sehr zu empfehlen!